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Aad Hofman

Aad Hofman Ein vertrocknetes Blatt, getrocknete Blumen, ein rostiges Stück Eisen, von Wind und Wetter gezeichnete Bretter; das sind die Gegenstände die Aad Hofman malt. Früher waren es vor allem verfallende Häuser, abgeblätterte Türen und Rahmen, die er abbildete; in seinen heutigen Arbeiten jedoch komponiert er vor allem Objekte aus verschiedenstem totem Material zu Stillleben. Die Strukturen der Gegenstände in ihrem Verfall bestimmen hauptsächlich den Charakter der Darstellung. Das Material ist verletzlich, fragil und kaum zu fassen, denn es droht auseinander zu fallen.

Hofman mag vertrocknetes und totes Material: „Es kann so wundervoll sein, die Schönheit von Dingen zu zeigen, die scheinbar ohne jeden Wert sind und die vom Menschen im Stich gelassen wurden.“, findet der Künstler. Ich beginne bei einfachen Dingen, die durch die Zeit und die Natur ihr ursprüngliches Äußerliches verloren haben. Das rostige Eisen hat seine ursprüngliche Funktion verloren und ist nun eine Fläche von Farben, genauso wie eine vertrocknete Blume zu einem Fest von Formen geworden ist. Der Künstler verbildlicht all diese Elemente mit großen technischen Fähigkeiten. Hofman benutzt eine klare, schlichte Farbenpallette, wodurch es ihm gelingt, die Komplexität und Überschwänglichkeit der Formen von Blüten und Blättern auszugleichen. Durch Strukturen und Schatten versteht der Künstler es, eine große Tiefe in seinen Gemälden zu schaffen. Es ist der Gegensatz zwischen lebhaften Formen und ruhigen Farben, sowie zwischen der kompakten Darstellung und dem zerbrechlichen Material, welcher die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich lenkt. In seinen neueren Werken hat Hofman die Anzahl der Elemente in seinen Darstellungen vermindert und er bezieht den Hintergrund mehr ein. Die Schlichtheit der Komposition und der dunkle Hintergrund, der einen Teil der Fläche ausfüllt, bringen Ruhe in das Bild. Die Gemälde sind im Laufe der Jahre kleiner, intimer geworden.

Der Künstler hat erst spät, ungefähr im Alter von 26 Jahren, mit dem Malen angefangen. Vorher arbeitete er als Schaufenstergestalter und als Mode-Verkäufer, was ihn aber zu langweilen begann. Er beschloss, an die Freie Akademie von Den Haag zu gehen. Dort lernte er nach eigener Aussage, dass er Maler sein wollte, aber nicht, wie er malen musste. Das brachte er sich selbst bei und ist deshalb in diesem Sinne Autodidakt. Seit 1973 ist Aad Hofman verbunden mit der Galerie Mokum. Das Zusammenstellen einer interessanten, spannenden Komposition kostet viel Zeit. Zunächst skizziert Hofman die Gegenstände in ihrer echten Größe mit Bleistift auf einer Tafel oder einer Leinwand. Anschließend baut er die Darstellung mit heller, brauner, aquarellartiger Ölfarbe auf. Wenn dies getrocknet ist, beginnt er, dem Gemälde Farbe und Tiefe zu geben. Erst wenn diese Lage getrocknet ist, arbeitet er die Details mit dünnen Lagen, manchmal vier oder fünf, glasierender Farbe aus. Es ist eine zeitraubende Arbeit, aber notwendig um die richtige Spannung zu schaffen. Malen ist für Hofman ein Weg, um sich von der Welt um sich herum zu lösen. Er kann sich zurückziehen wie ein Mönch und sich an die Arbeit machen. Die Stille in seinem Werk und die Ruhe während des Arbeitens sind für ihn ein Vergnügen.
Webseite: www.aadhofman.nl

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